Beschreibung - Untersuchungsprojekt:

Komplexe Betrachtung aller im Tunnelbau zu berücksichtigenden Einflußgrößen des Arbeitsschutzes

Bearbeitung:

Herr Dr. rer. nat. Karsch, Abteilungsleiter
Gewerbeaufsichtsamt Dresden

Herr Dr. rer. nat. Wagner, Abteilungsleiter
in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Abteilungen 2 und 3 des
Sächsischen Landesinstitutes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Zeitraum:

Januar bis Dezember 2001

Fotos:

Herr Dr. rer. nat. Karsch, Abteilungsleiter Gewerbeaufsichtsamt Dresden

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Situation und Zielsetzung:

Im Freistaat Sachsen werden im Zeitraum von 2000 bis 2007 wichtige Straßenverbindungen und Tunnelprojekte realisiert, um Infrastrukturen zu verbessern und um im Rahmen der europäischen Osterweiterung unser Land mit den Südeuropäischen Wirtschafts- und Kulturräumen zu verbinden. Im Tunnelbau werden die Arbeitsbedingungen bisher so eingerichtet, wie es die Bauleiter von früheren Bauvorhaben kennen. Wissenschaftlich orientierte Untersuchungen wurden in der Vergangenheit nur vereinzelt ausgeführt. Untersuchungen des Amtes für Arbeitsschutz Suhl beim Bau des Rennsteigtunnels deuten darauf hin, dass die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern nicht umfassend eingehalten werden. Eine Verbesserung der Bedingungen ist möglich, wenn arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und damit Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit projektbegleitend analysiert und in der Folge verändert werden können.

Durch die umfassende komplexe Betrachtung aller im Tunnelbau zu berücksichtigenden Einflußgrößen (physikalische, chemische, lüftungstechnische und physische Parameter, Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Unfallgeschehen , Zeitstrukturen) soll ein ganzheitliches Arbeitsschutzmodell für den Tunnelbau abgeleitet werden, das als Grundlage für weitere Tunnelprojekte dient.

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Untersuchungsinhalte

Die Schwerpunktaktion bezieht sich auf die beiden Autobahntunnel bei Dresden, wobei die Untersuchungen im Tunnel Coschütz erfolgen und auf den Tunnel Dölzschen adaptiert werden.

  • Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen
  • Verkehrswege
  • Notfallmanagement
  • Arbeitszeit und Sonntagsarbeit
  • Lärm
  • Beleuchtung
  • Klima/Bewetterung
  • Mechanische Ganzkörperschwingungen
  • physische/psychische Belastung/Beanspruchung
  • Gefahrstoffe (außer explosionsgefährlicher Stoffe)