Beschreibung - Untersuchungsprojekt:

Arbeitsschutz in ausgewählten Bereichen der Forst- und Holzwirtschaft 2000/2001

Bearbeitung:

Schwerpunktaktion der Sächsischen Gewerbeaufsichtsämter unter Beteiligung von Mitarbeitern der Abteilung 2 des Sächsischen Landesinstitutes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, die staatlichen Forstdirektionen bzw. Forstämter sowie deren Sicherheitsfachkraft

Zeitraum

August 2000 bis April 2001

Untersuchungsumfang
Folgende Bereiche wurden in die Erhebungen einbezogen:

  • motormanueller Einschlag
  • Rückung
  • Abfuhr und Entladung des Holzes im Sägewerk
  • Lagern und Umschlag im Sägewerk bis einschließlich Gattersäge
  • Ziel
    Anliegen der Schwerpunktaktion war es, sowohl die Verantwortungsträger als auch die Beschäftigten für die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in forstwirtschaftlichen Betrieben zu sensibilisieren. Dabei ging es nicht nur um die Kontrolle der Vorschriften, sondern vor allem um die Beratung der Unternehmen

    Durchführung
    Zur Ermittlung des technischen und sozialen Arbeitsschutzes (wie Organisationsformen der Arbeit und des Arbeitsschutzes, Ausführungsbedingungen, Maschinen und Anlagen, typische Tätigkeiten bzw. technologische Abläufe) in den holz- und forstwirtschaftlichen Unternehmen Sachsens, führten Bedienstete der Gewerbeaufsichtsämter Kontrollen durch.
    Den Schwerpunkt bildete dabei der Holzeinschlag, welcher in der Hauptsache von den sächsischen Forstämtern durchgeführt wird. Hier wurden zusätzlich zu o.g. Kontrollen Untersuchungen zu den vorherrschenden arbeitsbedingten Beanspruchungen bei der motormanuellen Holzernte (Einschlag, Entasten, Vermessen, Grobsortierung) vorgenommen. An Hand von Herzfrequenzmessungen, durchgeführt durch Bedienstete des SLIAA, kann somit eine Aussage zum Schweregrad der Tätigkeit getroffen und Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung vorgeschlagen werden. Von den staatlichen Gewerbeärzten wurde die betriebsärztliche Betreuungssituation erhoben und Hinweise für präventives Verhalten gegeben.
    Um die Ergebnisse sachsenweit einheitlich und auswertbar zu erhalten, wurde für die Erhebung des technischen und sozialen Arbeitsschutzes ein speziell für diese Schwerpunktaktion entwickelter Fragebogen angewendet.