Initiativkreis "Gesund Pflegen"
Die demographische Entwicklung - die Zunahme des Anteils älterer Bürger an der Bevölkerung - hat in Deutschland zu einem wachsenden Bedarf bei der Pflege alter Menschen und einem Anstieg der Beschäftigten in Pflegediensten geführt.
Pflegedienst ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, in der in hohem Maße selbständig und eigenverantwortlich gearbeitet wird. Diese Arbeit beinhaltet aber auch hohe physische und psychische Belastungen, ungünstige Arbeitszeiten, vergleichsweise niedrige Bezahlung und geringe gesellschaftliche Wertschätzung.
Vom 20. bis 21. Juni 2006 kam der Initiativkreis "Gesund Pflegen" in der sächsischen Landeshauptstadt zu seinem zweiten Treffen in diesem Jahr zusammen. Der Initiativkreis ist Bestandteil der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Ihm gehören Vertreter von Berufsgenossenschaften, Universitäten, Forschungsinstituten, Sozialversicherungsträgern, Dachverbänden, Bund, Ländern und Unternehmen an.
Die Partner arbeiten für eine Verbesserung der Qualität der Arbeit in der Pflege. Ziele sind bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, d. h. gesunde Pflegekräfte, mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bei gleichzeitig hoher Qualität der Pflegedienstleistungen und wettbewerbsfähigen Einrichtungen. Der Initiativkreis sieht seine Aufgabe vor allem darin, vorhandenes Wissen zu bündeln, in die Einrichtungen vor Ort zu tragen und Umsetzungsmaßnahmen zu unterstützen. Handlungshilfen, gute Lösungen aus der Praxis sowie Ergebnisse aus wissenschaftlichen Forschungen sollen Verbreitung und Anwendung bei den Pflegediensten finden.
Zur Beratung in Dresden wurden Ergebnisse aus folgenden Projekten vorgestellt:
Sächsisches Verbund-Projekt "Ambulante Pflege"
Die Situation der Beschäftigten in den ambulanten Pflegediensten im Land Bremen
Praxis in NRW: Gesünder arbeiten im ambulanten Pflegedienst
Betriebliche Gesundheitsförderung in der mobilen Pflege und Betreuung
Erfassung psychischer und physischer Belastungen in der Pflege
Weitere Informationen: www.inqa-pflege.de