
Die Arbeitsschutz-Allianz Sachsen informiert:
Die Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH (MRU) in Freiberg ist die drittgrößte Sekundärbleihütte in Deutschland. Als einzige Bleihütte betreibt sie im Anlagenverbund eine Verbrennungsanlage für gefährliche Abfälle. Hier werden nicht recyclebare Kunststoffe aus der Akkuschrottaufbereitung gemeinsam mit Sonderabfällen verbrannt.
Das Unternehmen hat eine rd. 700-jährige Geschichte. 1969 wurde die Hütte auf Sekundärmaterialverhüttung umgestellt. 1993/1994 erfolgte die Umrüstung auf den modernsten technischen Stand. Mit den derzeit 104 Mitarbeitern und 10 Azubis produziert das Unternehmen jährlich 55000 Tonnen Blei. 80% davon gehen in die Herstellung von Bleibatterien. Die Verbrennungsanlage hat einen Jahresdurchsatz von etwa 20000 Tonnen.

Bild: Herr Behrendt (Geschäftsführer der MRU), Herr Dr. Jakubowski (Sächs. Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit) (v.l.n.r.)
Am 4. Juni 2007 wurde der Muldenhütten Recycling und Umwelttechnik GmbH Freiberg für ihr Engagement im Arbeits- und Gesundheitsschutz der Dank und die Anerkennung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit ausgesprochen.
Anlass dafür ist die Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems OHRIS ("Occupational Health- and Risk-Managementsystem") durch das Regierungspräsidium Chemnitz.
Das Unternehmen ist die erste Bleihütte in Deutschland, die dieses Zertifikat erhält.
Mit OHRIS erfüllt das Unternehmen die "Guidelines on occupational safety and health management systems, ILO-OSH2001" der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (Sitz in Genf). Die Bleihütte baut damit die Prävention auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie die Anlagensicherheit weiter aus. "Nur gesunde, leistungsfähige, motivierte und gut ausgebildete Menschen können eine hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen sichern", so die Begründung des Unternehmens.
Zusammen mit dem Qualitätsmanagement und dem Umweltschutzmanagement schafft das Arbeitsschutzmanagement Rechtssicherheit des Arbeitgebers hinsichtlich seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, verringert Störungen im Betriebsablauf, reduziert Kosten und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Nicht zuletzt deshalb unterstützt die Arbeitsschutz-Allianz Sachsen die freiwillige Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems. Interessierte Unternehmen können sich dazu individuell von ihrer zuständigen Arbeitsschutzbehörde beraten lassen.