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Arbeitsschutz-Allianz Sachsen
Koordinierungsrat zieht Zwischenbilanz

Am 11. Oktober 2006 kam in Dresden der Koordinierungsrat der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen zu seiner zweiten Beratung zusammen. Gegenstand waren die Aktivitäten und Ergebnisse aus den zurück liegenden Monaten seit Gründung der Arbeitsschutz-Allianz Ende November 2005 sowie Festlegungen für die weitere Arbeit.

Bisher lag der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Unterstützung von Unternehmen, Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS) einzuführen.

OHRIS-Zertifikat

Inzwischen haben mehrere Betriebe und Einrichtungen in Sachsen ihr Interesse daran bekundet. Darunter sind Wäschereien, Fleischereibetriebe, Maschinenbaubetriebe, Pharmahersteller, Automobilhersteller und Hochschulen, also nicht nur Großbetriebe sondern auch kleine Unternehmen. Vertreter der Arbeitsschutzbehörden führten mit diesen Unternehmen Beratungsgespräche zur Implementierung von AMS.

Nach erfolgreicher Einführung eines AMS und der anschließenden Auditierung und Zertifizierung erfolgt die urkundliche Anerkennung und die Eintragung in ein Register. Im Falle des Systems "OHRIS" geschieht dies durch die zuständige Arbeitsschutzbehörde.

Eine Vorreiterrolle hat hier das BMW Fahrzeugwerk in Leipzig eingenommen. Noch Anfang November dieses Jahres wird der Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit Thomas Jurk der Unternehmensleitung die Zertifizierungsurkunde überreichen.

Mit der Einführung von AMS verbinden die Betriebe mehrfache Interessen. Das sind vor allem

  • die Schaffung von Rechtssicherheit vor dem Hintergrund der immer allgemeiner formulierten Schutzziele in den Rechtsvorschriften zum Arbeitsschutz
  • Wettbewerbsvorteile
  • der Rückgang krankheitsbedingter Ausfälle sowie betrieblicher Fehlzeiten (durch Verbesserung der Arbeitsverhältnisse und des Betriebsklimas).
  • Die Mitglieder des Koordinierungsrates waren sich einig, dass nach der Anlaufphase die Wirksamkeit der Arbeitsschutz-Allianz an Breite gewinnen muss. Sie kamen überein, die Öffentlichkeitsarbeit massiv zu verstärken. Das soll durch Sensibilisierung von Unternehmen und Öffentlichkeit für die Belange von Arbeits- und Gesundheitsschutz geschehen. Eine besondere Rolle wird dabei die Veröffentlichung und Verbreitung von Beipielen guter Arbeitsschutzpraxis (Best Practice) einnehmen.

    Vor dem Hintergrund der wieder zunehmenden Konjunktur in Deutschland und des gleichzeitig enormen Konkurrenzdruckes bestehen in den Unternehmen kaum noch Spielräume für Produktionsausfälle, wie sie beispielsweise durch Krankheit oder Unfälle entstehen können. Verbesserter Arbeits- und Gesundheitsschutz kann hier helfen, Ausfallzeiten zu verringern und den durch die Berufgenossenschaften registrierten Anstieg der Arbeitsunfallzahlen wieder umzukehren.