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Für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz
Arbeitsschutz-Allianz Sachsen gegründet

Für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit steht den sächsischen Unternehmen jetzt ein überbetriebliches Bündnis zur Seite. 30 Partner, der DGB, die Kammern, die Regierungspräsidien, die Unfallkasse Sachsen, die Unternehmerverbände, sind der Einladung des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft und Arbeit Thomas Jurk (SPD) gefolgt und haben am 28. November 2005 in Dresden die Arbeitsschutz-Allianz Sachsen gegründet.

Wichtigste Aufgabe wird es sein, Unternehmer davon zu überzeugen, dass Arbeitsschutz nicht nur Kosten verursacht und Arbeitnehmern nützt, sondern auch über die Wettbewerbsfähigkeit und damit den Erfolg eines Unternehmens entscheidet. Arbeits- und Gesundheitsschutz sollten deshalb Bestandteil der Unternehmenskultur werden.

Mit der Gründung der Arbeitsschutz-Allianz beschreitet Sachsen auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes Neuland, wie bereits 1872 als das Königreich Sachsen als erstes Land des Deutschen Reiches eine Arbeitsschutzverwaltung gründete und damit die Voraussetzungen für flächendeckende Fabrikeninspektionen schuf. In Deutschland gibt es ein solches freiwilliges Bündnis für den Arbeitsschutz bisher nur noch in Hamburg.

Mit der Arbeitsschutz-Allianz erhält die Zusammenarbeit von staatlichen Arbeitsschutzbehörden, Unfallversicherern, Unternehmerverbänden, Kammern und Gewerkschaften auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes eine neue Qualität. Die Partner unterstützen den Aufbau eines systematischen Arbeitsschutzsystems in den Unternehmen durch Beratung, Werbung und öffentliche Anerkennung. Bei Unternehmen, die bereits Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme eingeführt haben, wird angestrebt, ein Arbeitsschutzmanagementsystem ( z. B. das System OHRIS) passgenau zu integrieren. "Damit können die Kontrollen in der Regel auf die Prüfung des Managementsystems beschränkt werden. Das bedeutet, weniger Kosten bei Unternehmen und Staat", so Jurk.

Vor der Unterzeichnung der Arbeitsschutz-Allianz gab Staatsminister Jurk eine Pressekonferenz zu der Frau Schüller von der Firma AXENTO und Herr Neumerkel vom Regierungspräsidium Chemnitz über die Bedeutung von Arbeitsschutzmanagementsystemen informierten. Der Berufs- und Schutzbekeidungshersteller AXENTO GmbH Ellefeld arbeitet seit einem Jahr mit dem Arbeitsschutzmanagementsystem OHRIS.

Ein Koordinierungsrat, den das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit bestellt, wird die Projekte, die die Partner in der Umsetzung der Ziele in eigener Verantwortung oder gemeinsam durchführen, koordinieren. Die Laufzeit der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen wird vorerst auf fünf Jahre festgelegt.

Arbeitsschutz-Allianz Sachsen: Vereinbarung (PDF - 72 kB)

Arbeitsschutz-Allianz Sachsen: Die Partner (PDF - 28 kB)