Pressegespräch zur hygienischen Aufbereitung von Medizinprodukten
Die Landesdirektion Dresden hatte am 2. Juni 2010 zu einem Pressegespräch mit dem Thema "Skalpell, Spritze oder Koloskop mehrfach verwenden - eine sichere Sache?!" eingeladen. In Deutschland sterben - so schätzen Fachleute - jährlich 30.000 Menschen an Infektionen, die sie sich bei der Behandlung im Krankenhaus zugezogen haben. Ein Teil dieser Infektionen ist auch darauf zurückzuführen, dass medizinische Instrumente, Geräte und Materialien (Medizinprodukte) nicht ordnungsgemäß aufbereitet werden. Längst beschränkt sich diese Aufbereitung von Medizinprodukten nicht mehr auf die Sterilisation chirurgischen Instrumentariums. Sie ist inzwischen ein eigener Bereich des Managements und der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen geworden, ein Bereich, der - bei weiter fortschreitender Technisierung der Medizin - den Spagat zwischen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit für immer mehr Produkte und Prozesse täglich neu bewältigen muss.
Staatliche Kontrollen sollen dafür sorgen, dass die Aufbereitung von Medizinprodukten für das medizinische Personal und die Patienten jederzeit eine sichere Sache ist. In Sachsen ist dafür die Abteilung Arbeitsschutz in der Landesdirektion Dresden zuständig. Andreas Modes, zuständiger Bearbeiter der Landesdirektion Dresden aus dem Referat "Medizinproduktesicherheit, Strahlenschutz, Ergonomie" sowie Dr. Hans-Ullrich Heidrich vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr haben zu folgenden Fragen informiert: